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“Es war einmal…”

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Symbolbild | Foto: Shutterstock

Heute lade ich Sie ein, mit mir in die Welt der Geschichten einzutauchen. Sie fragen sich jetzt wahrscheinlich, was das mit Kinderwunsch-Medizin zu tun hat?
Ich bin bestrebt zu überprüfen, ob in Erdachtem, also quasi in Geschichten, Wahres verborgen ist – so auch im Hinblick auf die Erforschung der Ursachen des unerfüllten Kinderwunsches. Und dies, mit Hilfe von wissenschaftlichen Studien, getreu dem Motto:

“Um die Wahrheit zu finden, musst du beide Seiten einer Geschichte hören.” (Walter Cronkite)

Wie viel Wahrheit liegt also in folgender “Geschichte”?





“Die Suche nach Verborgenem”


Kapitel 1 – Die eingeschlafene Gebärmutter
Jeder Mensch hat ein sogenanntes autonomes Nervensystem. Bei Reizung oder Schädigung dieses Systems kommt es zu Durchblutungsstörungen, was zu Muskelschwund oder Hautirritationen führen kann. Dies wurde überprüft und wissenschaftlich anerkannt. Wenn z.B. ein Ellenbogen lange auf einer Tischkante liegt, schläft die Hand ein, da der entsprechende Nerv im Arm irritiert wird – sensibilitäts- und motorische Ausfälle sind die Folge.

Aber was kann man daraus ableiten, wenn es um unerfüllten Kinderwunsch geht? Möglicherweise folgendes: Eine eingeschlafene Gebärmutter, die auch Durchblutungsstörungen aufweist, welche sich in einer nicht optimal wachsenden Schleimhaut bis hin zu Abbau-/Umbauvorgängen in der Gebärmuttermuskulatur ausdrücken, und eventuell im weiteren Verlauf sogar eine Adenomyose widerspiegelt. Und all dies trägt dann dazu bei, dass sich ein Embryo nicht einnisten kann, es sozusagen zum Einnistungsversagen kommt. Bemerkt eine Frau, dass ihre Gebärmutter eingeschlafen ist (es dann eventuell chronisch zu weiteren Irritationen der Blutgefäße der Gebärmutter kommt, mit negativem Einfluss auf das Wachstum der Schleimhaut etc.)? Ist die Gebärmutter deshalb eingeschlafen, weil das Becken schief steht und dadurch die Nerven in dieser Umgebung strapaziert werden?

Kapitel 2 – Die verkrampfte Gebärmutter
Muskelverspannungen (Myalgien) können durch Fehlhaltungen oder auch durch falsches Sitzen am Bürotisch auftreten. Solche Muskelverspannungen sind oft mit Verhärtungen der Muskeln (Myogelosen) verbunden.

Bei ungewollter Kinderlosigkeit kann man hierzu eventuell folgende Fragen stellen: Wie sieht es bei einer verspannten Gebärmutter aus? Hervorgerufen durch keinen oder selten vorkommenden Orgasmus, welcher Kontraktionen der Gebärmutter auslöst – vergleichbar etwa eine Massage mit Lockerung der Gebärmuttermuskulatur? Stichwort Orgasmus – Weiß eine Frau wann sich ihre Gebärmutter kontrahiert und sich dabei lockert? Weiß eine Frau, ob sie einen „richtigen“ Orgasmus hat, was ein „richtiger“ Orgasmus ist? Nur ein „richtiger“ Orgasmus führt zu „richtigen“ Kontraktionen und Lockerung der Gebärmuttermuskulatur. Verspürt eine Frau Schmerzen bei einer verspannten Gebärmuttermuskulatur, oder spürt sie sogar die tastbaren schmerzhaften Knoten (eventuell heutzutage missverständlich unter Myome eingeordnet) wie bei einer Muskelverspannung? Können solche Knoten durch therapeutische Maßnahmen gelöst werden, sodass eine operative Entfernung nicht mehr notwendig sein wird?

Fortsetzung folgt…


Um auf den eingangs erwähnten Hintergrund dieses kleinen Exkurses in die Welt der Geschichten zurückzukommen, geht es mir um folgendes:

Solange wir es nicht bei jedem Kinderwunschpaar möglichst im „ersten Therapiezyklus“ schaffen, eine Schwangerschaft zu erzielen, solange wir Auffälligkeiten in der Gebärmutter und der Schleimhaut sehen, deren Ursache es bisher an guten Erklärungen mangelt (das alles kann natürlich auch auf die Eierstöcke ausgedehnt werden, da sich diese ebenfalls in dieser Region befinden und auch „eingeschlafen“ sein könnten – Stichwort: Low-Responderin, Poor Responderin, schlechte Eizellqualität, Follikelreifungsstörung etc.), müssen wir uns selbstverständlich Gedanken machen. Und dabei viele Ansätze in Betracht ziehen, sofern diese auch wissenschaftlich fundiert abgebildet werden können.

Jedenfalls haben wir eine Arbeitsgruppe mit entsprechenden Experten eingerichtet, um die oben genannten Fragen in der “Geschichte” beantworten zu können. Es bleibt spannend!


Beispiel Hand mit irritierten Nerven

Aktuelles Beispiel von Dr. Nicolas Zech persönlich: Er wurde wegen eines Trümmerbruches operiert. Durch die Irritationen, die dadurch entstanden sind, hat sich die Hautstruktur verändert. Erkennbar ist diese Irritation am Farbunterschied und an der schuppigen Struktur. | Foto: N.Zech

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