Facebook Twitter Gplus Flickr YouTube E-mail RSS
formats

IVF im Jahr 2014

„Vor 30 Jahren gründete mein Vater Herbert Zech unser Kinderwunschzentrum und setzte weltweit Maßstäbe, um Paaren zum langersehnten eigenen Kind zu verhelfen. Immer mit dem Anspruch auf sehr hohe Qualität im Know-how, in der Technologie und in der Forschung“, so Nicolas Zech, Ärztlicher Leiter der IVF Zentren Prof. Zech in Bregenz, im Kinderwunsch BLOG-Interview:

Dr. Zech, anspruchsvolle Herausforderungen in der Kinderwunschbehandlung sind Ihr Spezialgebiet. Worauf kommt es heute an?

Univ. Doz. Dr. Nicolas-Zech

Univ. Doz. Dr. Nicolas Zech

Dr. Zech: Auf Qualität statt Quantität. Denn nur so können die Ursachen weiblicher und männlicher Infertilität im Detail erkannt, und individuelle Therapieformen festgelegt werden. Voraussetzungen dafür sind: Langjährige Erfahrung, großes Engagement in der Forschung und Einsatz modernster Technologien. Unsere Geschlechtszellen zählen zu den sensibelsten Zellen im Körper. Ein ungesunder Lebenswandel, Umweltgifte, Krankheiten oder genetische Störungen können diese schädigen. Vor allem aber ist das zunehmende Alter ein entscheidender Faktor, warum die Fruchtbarkeit abnimmt. Und jetzt stellen Sie sich vor, die Ursache der Unfruchtbarkeit ist eine Kombination aus diesen, und noch weiteren Faktoren! Sie sehen, eine Kinderwunschbehandlung individuell auf die Paare abzustimmen ist heute entscheidend. Und genau daran arbeiten wir jeden Tag.

Sie haben die Altersproblematik angesprochen. Eine Umfrage eines Kölner Marktforschungs-
instituts hat gezeigt, dass sich von den befragten Frauen, jede vierte vorstellen könnte ihre Eizellen einfrieren zu lassen, um sich den Kinderwunsch zu einem späteren Zeitpunkt zu erfüllen, sprich rechtzeitig vorzusorgen. Wie sehen Sie das?

Dr. Zech: Die angesprochene Option in der modernen Reproduktionsmedizin nennt sich Eizellvorsorge oder auch “Social Freezing”. Für mich steht fest: Das Selbstbestimmungsrecht der Frauen sollte nicht beim Kinderkriegen enden! Es gibt unterschiedliche Gründe, warum Frauen eine Eizellvorsorge in Betracht ziehen. Dazu gehört natürlich auch, sich den Kinderwunsch zu einem späteren Zeitpunkt erfüllen zu wollen und dabei eine Verminderung der Fruchtbarkeit (bzgl. Eizellen) im Zuge des Alterungsprozess zu vermeiden.
Karriere und Kind, beispielsweise, lassen sich in der heutigen Zeit aus meiner Sicht durchaus vereinbaren. Dennoch verschiebt sich bei vielen der Start ins Berufsleben, aufgrund langer Ausbildungszeiten o.ä. Die Familienplanung ist dann meist noch kein Thema. Ebenso, wenn der richtige Partner bislang fehlte. Hier kann die Eizellvorsorge eine Möglichkeit sein, um die Fertilität zu erhalten. Wir bieten diese Option in der modernen Familienplanung an, und stellen fest, dass die Gründe warum sich Frauen dafür entscheiden meist medizinischer Natur sind. Beispielsweise wenn sie im Zusammenhang mit einer Chemotherapie oder einer Operation am Eierstock vorsorglich handeln wollen.

Eine IVF-Therapie mit Blastozystenselektion, IMSI, Eizellspende u. Samenspende, Eizellvorsorge mit spezieller Tiefgefriertechnik, Präimplantationsdiagnostik sind einige Behandlungsoptionen Ihrer Zentren.
Dr. Zech: Aus unserer Sicht sind wir damit in der optimalen Lage, alle effizienten Therapien anbieten zu können, die erforderlich sind, um den Herzenswunsch unserer Paare mit sehr hoher Erfolgswahrscheinlichkeit erfüllen zu können. Neben strikter Einhaltung der Gesetze und Wahrung ethischer und medizinischer Grundsätze, steht für uns dabei immer die Gesundheit aller Beteiligten im Mittelpunkt.


kinderwunsch_ivf_imsi_icsi kinderwunsch_ivf_eizellvorsorge_imsi_icsi_eizellspende_blastozystenselektion_vitrifikation

Symbolbilder | Fotos: Shutterstock


Stichwort Erfolg. Wie erstellen Sie fundierte Schwangerschaftsprognosen?
Dr. Zech: Seit Bestehen der “Zech Zentren” erblickten nach unseren Behandlungen bereits über 30.000 Wunschkinder das Licht der Welt. Für uns steht heute fest: Die Anzahl gewonnener Eizellen kann in der medizinischen Realität keine ausreichende Prognose liefern. Zahlreiche Untersuchungen haben uns gezeigt, dass Embryonen im sogenannten Blastozystenstadium (=Tag 5 Embryo), eine wesentlich bessere Einschätzung ermöglichen. Hinzu kommen Faktoren wie das Alter der Paare, hormonelles Profil, Spermienqualität, Kryo-Konservierungstechnik etc. Zusammengefasst formen diese und weitere Aspekte unsere konkrete Idee eines neuen Standards, den sogenannten EGP – Expected Gametes Performance.

Was können Sie abschließend zu den Kosten einer IVF-Therapie sagen?
Dr. Zech: Für Kinderwunschpaare und IVF-Behandlungen gilt heute mehr denn je, dass das günstigste Angebot immer jenes ist, welches am schnellsten und sichersten zum langersehnten eigenen Kind führt!

Es gibt ja die Möglichkeit einer Unterstützung durch den Österreichischen IVF-Fonds. Ihre Zentren sind Vertragspartner des Fonds. Wie sieht das konkret aus?
Dr. Zech: Paare, die diese Unterstützung in Anspruch nehmen wollen, müssen bestimmte Kriterien erfüllen, und können die Kinderwunschbehandlung nur in Partner-Kliniken des Fonds durchführen lassen. Diese Kliniken müssen eine entsprechende Zulassung nach dem Fortpflanzungsmedizingesetz haben, eine bestimmte Erfolgsrate nachweisen und kontinuierlich Maßnahmen zur Qualitätssicherung setzen. Mein Vater gilt als Initiator des IVF-Fonds. Er hat sich aktiv dafür eingesetzt, dass Kinderwunschpaare die Chance auf eine staatlich subventionierte IVF-Therapie bekommen.

Vielen Dank für das Gespräch.



info_icon
PRESSE-INFORMATION
    Bei Fragen zu Themen des Beitrags, zu integrierten Fotos, Videos oder zu weiteren Interviewmöglichkeiten und Stellungnahmen sowie zur Verwendung der Inhalte, benutzen Sie bitte folgenden Pressekontakt:

    Email: presse@ivf.at
    Telefon: +43 5574 44 836

    Ihr persönlicher Ansprechpartner:
    Rene Winsauer, BA
    IVF Zentren Prof. Zech – Bregenz GmbH
    Römerstr. 2
    6900 Bregenz

← Startseite

Home Allgemein IVF im Jahr 2014