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Ungewollt kinderlos

Medizinische Abklärung und Therapie von möglichen Ursachen

von | Ausgestellt am 17. September 2015, in Behandlung.
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Symbolbild | Foto: Shutterstock

Paare, die sich ein Kind wünschen und nach einem Jahr mit regelmäßigem Geschlechtsverkehr nicht schwanger werden, sollten eine medizinische Abklärung (Eileiter, Samen) in Betracht ziehen. Der Grund für den unerfüllten Kinderwunsch ist meist eine Kombination aus verschiedenen Faktoren, wie z.B. Krankheiten, genetische Störungen, zunehmendes Alter, ungesunder Lebenswandel, schädliche Umwelteinflüsse.

Eine genaue Diagnose gibt Aufschluss darüber, wie der Weg zum Wunschkind aussehen kann. Die entsprechende Behandlung wird anhand der Befunde beider Wunscheltern festgelegt, weil die Ursache für die ungewollte Kinderlosigkeit bei der Frau, beim Mann, oder bei beiden liegen kann.
Dies macht deutlich, wie wichtig eine professionelle Beratung und Untersuchung durch einen erfahrenen Facharzt wird, um folgende Frage des Kinderwunschpaares beantworten zu können:

“Welche Therapie entspricht unserer Situation?”


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KONTAKT

IVF Zentren Prof. Zech – Bregenz
———————————
Tel.: +43 5574 44836
E-Mail: zech@ivf.at
Web: www.ivf.at

Reproduktionsmediziner und Diplom-Genetiker
Univ. Doz. Dr. Nicolas Zech informiert über Therapie-Optionen bei:

    Endometriose [→ Was ist Endometriose?]
    Therapie: Individuelle Vorgehensweise zur Optimierung der Chancen auf eine Schwangerschaft. Je nach Art und Lokalisation der Endometriose wird eine IVF-Therapie (ICSI/IMSI) empfohlen.

    Eileiterverschluss [→ Was ist ein Eileiterverschluss?]
    Therapie: Umgehung des “defekten Transportweges” durch operative Entnahme der Eizellen und Befruchtung dieser mit dem Samen im Reagenzglas – “Künstliche Befruchtung” (IVF/ICSI/IMSI).

    PCO-Syndrom [→ Was ist das PCO-Syndrom?]
    Therapie: Falls sich nach niedrig dosierten Hormongaben mit Zyklus-Monitoring, bei offenen Eileitern und entsprechendem Samenbefund nach 3-6 Monaten kein Erfolg einstellt, wird eine IVF-Therapie (ICSI/IMSI) empfohlen. Hier kann durch die gezielte Gabe von Hormonen bewirkt werden, dass sich der gesamte Pool an Follikeln (Eibläschen in denen sich die Eizellen befinden) entwickelt. Die reifen Eizellen werden dann entnommen und mit dem Samen außerhalb des Körpers im Reagenzglas befruchtet. Am fünften Tag der Embryonalentwicklung (Blastozystenstadium) erfolgt der Transfer des Embryos in die Gebärmutterhöhle.

    Gelbkörperschwäche [→ Was bedeutet Gelbkörperschwäche?]
    Therapie: Im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung wird primär versucht, die Gelbkörperschwäche mit der Gabe von Progesteron auszugleichen. Die Verabreichung erfolgt an jenem Zeitpunkt, wo dieses Hormon normalerweise vom Gelbkörper produziert wird. Die Therapie wird individuell auf die Patientin abgestimmt.

    Gebärmutter: Fehlbildungen, Myome, Polypen [→ Was sind Myome, Polypen?]
    Therapie: Je nach vorliegendem Befund kann eine Operation Abhilfe schaffen. Manchmal bleiben jedoch Narben zurück, wodurch nur mehr geringe Chancen auf eine Schwangerschaft bestehen. In diesen und anderen Situationen, gibt es die Möglichkeit, eine Leihmutterschaft in Betracht zu ziehen. Darüber sollten sich Kinderwunschpaare umfassend informieren, denn in vielen Ländern ist die Leihmutterschaft nicht erlaubt.

    Fehlgeburt
    Therapie: Sehr individuell nach ausgiebiger Beratung und Eruierung möglicher Ursachen. Eventuell ist auch eine Prä-Implantations-Diagnostik zielführend. In vielen Fällen kann eine Optimierung der hormonellen Situation helfen. Der Ausschluss des Samenfaktors durch Techniken wie der IMSI, oder eine Eizellspende sind ebenfalls Therapiemöglichkeiten.

    Folgen einer Karzinombehandlung [→ Was ist eine Karzinombehandlung?]
    Therapie: Vor einer Chemotherapie oder vor der Entnahme des Eierstocks, besteht die Möglichkeit, eigene Eizellen vorsorglich einzulagern, sprich einzufrieren. Damit haben Betroffene die Chance, sich den Kinderwunsch zu einem späteren Zeitpunkt mittels IVF-Therapie (ICSI/IMSI) zu erfüllen. In Situationen, wo diese vorsorgliche Maßnahme nicht ergriffen wurde, ist eine IVF-Therapie (ICSI/IMSI) mit Eizellspende eine Option für das Kinderwunschpaar.


    Samenbefund: Zu wenig bewegliche Spermien
    Therapie: Zur Diagnostik sind spezielle Untersuchungen erforderlich. Mit Hilfe von Spurenelementen und Vitaminen (z.B. „Fertilovit® M plus“) oder durch Hormongaben kann versucht werden, die Anzahl und/oder Qualität der Samenzellen zu erhöhen.

    Verschlossene Samenleiter [→ Was sind verschlossene Samenleiter?]
    Therapie: Eine operative Entnahme der Samenzellen aus dem Hoden durch TESE (Testikuläre Spermienextraktion). In Folge werden die gewonnen Samen für eine Kinderwunschbehandlung bereitgestellt.

    Azoospermie [→ Was ist Azoospermie?]
    Therapie: Aufgrund bestimmter Ursachen (z.B. genetische Erkrankungen) kann es sein, dass keine Samenproduktion (Spermiogenese) im Hoden stattfindet. Hier hilft meist nur eine Samenspende. In manchen Fällen kann Samen durch eine Hodenbiopsie (TESE) gewonnen werden.

    Folgen einer Karzinombehandlung [→ Was ist eine Karzinombehandlung?]
    Therapie: Um die Fortpflanzungsfähigkeit zu erhalten, gibt es das Tiefgefrieren von Hodengewebe oder von Samen nach Ejakulation. Bei späterem Kinderwunsch können diese mit den Eizellen der Partnerin mittels der IVF/ICSI/IMSI Technik befruchtet werden.


→ zum Beitrag “Wenn der Weg zum Wunschkind ‘versperrt’ ist – Therapieoptionen bei verschlossenen/geschädigten Eileitern”

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