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Wann ist ein Mann ein Mann?

…und andere Fragen zu Fruchtbarkeit und Chancen Vater zu werden

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Symbolbild | Foto: Shutterstock

Das zunehmende Alter, ein ungesunder Lebenswandel, Umweltgifte oder auch Krankheiten sind Faktoren, die unsere Fertilität beeinträchtigen können. Die natürliche Fruchtbarkeit kann jedoch gestärkt werden. Dazu beraten wir unsere Paare gerne. Zunächst einmal ist es wichtig, den eigenen Lebenswandel unter die Lupe zu nehmen und sich zu fragen, was kann ich ändern, um die Chancen auf mein Elternglück zu erhöhen.

Männer mit Kinderwunsch machen sich dazu meistens ihre eigenen Gedanken und treten mit verschiedensten Fragen an uns heran:


„Wirkt sich Enthaltsamkeit auf meine Spermienqualität aus?“
Ergebnisse einer aktuellen Studie (“Optimizing natural fertility: a committee opinion” aus Fertility Sterility 2013; 100:631-7) zeigen, dass Abstinenz von mehr als 5 Tagen die Samenqualität negativ beeinflusst. Abstinenz von 2 Tagen ist dagegen mit normaler Samendichte assoziiert.
Dazu Dr. Nicolas Zech, Ärztlicher Leiter der IVF Zentren Prof. Zech in Bregenz: Bei Kinderwunsch empfehlen wir allerdings keine Abstinenz, sondern häufige Ejakulation und die Einnahme unterstützender Vitalstoffpräparate wie z.B. “Fertilovit” (für Details klicken Sie hier).

„Gibt es einen optimalen Zeitpunkt für Sex, der meinem Wunsch Vater zu werden ein Stück näher bringt?“
Rund 80% aller Paare, die auf natürlichem Wege ein Kind bekommen wollen, werden innerhalb von 6 Monaten schwanger. Dabei gibt es einen Zeitpunkt, der die Chancen auf eine Schwangerschaft erhöht. Mediziner sprechen hierbei vom sogenannten “Fertilitäts-Fenster”, was einem Intervall von 6 Tagen vor dem Eisprung (Ovulation) entspricht.
Nicolas Zech: Die Eizelle lässt sich nur wenige Stunden nach dem Eisprung befruchten und benötigt dazu den Samen, der über die Eileiter eine gewisse Zeit braucht, um zur Eizelle zu gelangen.

„Kann ich durch eine bestimmte Stellung beim Sex die Chancen auf eine Schwangerschaft erhöhen?“
Es gibt keine Hinweise darauf, dass die Stellung beim Sex oder ein Orgasmus der Frau (obwohl der Spermientransport dadurch begünstigt wird) die monatliche Fruchtbarkeit beeinflusst. Auch hinsichtlich des kindlichen Geschlechts gibt es keinen Zusammenhang mit speziellen Praktiken beim Geschlechtsverkehr.

„Ich bin Raucher. Wie wirkt sich das auf meine Fruchtbarkeit aus?“
Abgesehen davon, dass Rauchen das Risiko von Krebs-, Herz- und Kreislauferkrankungen wesentlich erhöht, beeinflusst es auch die Samenqualität (Dichte, Beweglichkeit und Struktur) negativ.

Dr. Nicolas Zech: Diverse Life-Style Faktoren können in Kombination auch die Samenqualität negativ beeinflussen, wie wir anhand einer Studie nachweisen konnten (für Details klicken Sie hier). Hauptverantwortlich für Schäden der Spermien, ist oxidativer Stress (25-60 % der DNA-Schäden). Dieser wird beispielsweise durch Rauchen, Infektionen oder Alkoholkonsum ausgelöst. Ein gesunder Lebenswandel, Fitness und die richtige Ernährung mit ergänzenden Vitalstoffpräparaten können dem entgegenwirken.

Zusammenfassend kann man festhalten, dass häufiger Geschlechtsverkehr während des “Fertilitäts-Fensters” (ideal alle 1-2 Tage) zu den höchsten Schwangerschaftsraten führt (ähnliche Ergebnisse auch bei Geschlechtsverkehr alle 2-3 Tage). Dagegen haben ein spezielles Timing, die Stellung beim Sex oder das Verbleiben in Rückenlage keinen Einfluss auf die Fruchtbarkeit. Tests, die den Ovulationszeitpunkt vorhersagen, können hilfreich sein, besonders für Paare, die seltener Sex haben.


Links:
» Was Männer über Fruchtbarkeit und IVF wissen sollten

(Themen-Special | http://www.kinderwunsch-blog.com)

» Home

(Startseite | http://www.kinderwunsch-blog.com)


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