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Medikamentöse Unterstützung der Gelbkörperphase

Verabreichung von Progesteron mittels Injektion – Hintergründe und Vorgehensweise

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Symbolbild | Foto: Shutterstock

Im natürlichen Zyklus wird der Zeitraum zwischen Eisprung und dem Beginn der nächsten Menstruation als Gelbkörper- oder Lutealphase bezeichnet. Damit es zu einer Schwangerschaft kommen kann, spielt das sogenannte Gelbkörperhormon Progesteron eine wichtige Rolle im Körper der Frau.
Im Verlauf einer Kinderwunschbehandlung wird dieses Hormon als Medikament verabreicht, und zwar kurz vor und anschließend nach dem Embryo-Transfer. Hierbei gibt es die Möglichkeit, das Progesteron zu spritzen (intramuskulär od. subkutan) oder vaginal, in Form von Kapseln oder Zäpfchen, aufzunehmen.

Gabe des Gelbkörperhormons ab Follikel-Punktion
Wenn ein reifer Follikel (Eibläschen) springt und die Eizelle freisetzt (Eisprung), wandeln sich Zellen dieser Follikel in den sogenannten Gelbkörper um und produzieren das Hormon Progesteron.

Bei einer Kinderwunschbehandlung wird der Eisprung medikamentös herbeigeführt/ausgelöst. Die Eizellen werden mit entsprechenden medizinischen Instrumenten entnommen (Follikel-Punktion). Die Tatsache, dass im Rahmen der Follikel-Punktion nicht nur die reinen Eizellen, sondern damit zusammenhängend auch sogenannte Granulosa-Zellen, welche für die Gelbkörperproduktion in weiterer Folge verantwortlich sind, „abgesaugt“ werden, bedingt einen erhöhten Bedarf nach Gelbkörperhormonen. Das heißt, eine Verabreichung von Progesteron, über einen gewissen Zeitraum (vor u. nach Embryo-Transfer) auch mittels Injektion, ist daher notwendig. Dies wird individuell, je nach Ausgangslage, Stimulations-
protokoll und persönlicher Situation angepasst. (→ Details zum gesamten Behandlungsablauf)

Vorteile einer intramuskulären Injektion
Die Halbwertszeit der Medikamente, welche subkutan (unter die Haut) gespritzt werden, ist im Vergleich zu einer intramuskulären Injektion deutlich verkürzt (gilt vorwiegend auch für hMG / FSH / hCG Präparate bei der Stimulation). Die Ursache dafür liegt in der erhöhten immunologischen Reaktion (subkutan) und damit in einem rascheren Abbau der Moleküle.

Mittels intramuskulärer Injektion ist die Verfügbarkeit von den verabreichten Hormonen im Serum deutlich länger und damit wirken diese Hormone 4-6 Stunden länger auf die entsprechenden Organe (Eierstock, in der weiteren Folge auch auf die Schleimhaut der Gebärmutter).

Therapieplan genau befolgen
Damit der Hormonspiegel nicht absinkt, müssen die Präparate im vorgeschriebenen Rhythmus gespritzt werden. Sowohl bei einem positiven, aber auch bei einem primär negativen Schwangerschaftstest sollten Kinderwunschpaare alle verordneten Medikamente laut Therapieplan weiternehmen und auf keinen Fall eigenmächtig absetzen bis eine endgültige Diagnose sichergestellt ist. (Ein Fall-Beispiel zu diesem Thema finden Sie in unserem Blog-Beitrag “Schwangerschaftstest – Wenn aus Glück, Unglück wird!”).

Abschließend kann festgehalten werden, dass die medikamentöse Unterstützung der Gelbkörperphase einen wichtigen Schritt darstellt, um mit medizinischer Hilfe eine Schwangerschaft zum erst möglichen Zeitpunkt zu erreichen.


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