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Hysteroskopie im IVF-Zentrum

Hintergründe und Bedeutung der Gebärmutterspiegelung bei unerfülltem Kinderwunsch

Symbolbild | Foto: Shutterstock

Seit der Etablierung in unser breites Spektrum an Diagnose- und Therapiemöglichkeiten, können wir in unserem IVF-Zentrum mittlerweile auf mehr als 500 erfolgreich durchgeführte Hysteroskopien zurückblicken. Grund genug für uns, einen Überblick zum Stellenwert der Hysteroskopie in der Reproduktionsmedizin zu geben.

Dabei wollen wir auch auf unsere Erfahrung näher eingehen und folgende Frage klären: Welche Vorteile bringt es, die Hysteroskopie im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung anzuwenden und direkt im IVF-Zentrum durchzuführen?

Was ist eine Hysteroskopie?

Die Hysteroskopie, kurz HSK, ermöglicht eine transvaginale Betrachtung (Spiegelung) der Gebärmutterinnenseite mittels Endoskop (med. Instrument mit integrierter Mini-Kamera). Damit können mögliche krankhafte Veränderungen (Pathologien) der Gebärmutterwand, z.B. Polypen und Myome, erkannt und gegebenenfalls auch therapiert, sprich entfernt werden.

Indikation ist entscheidend

Im persönlichen Arztgespräch wird die medizinische Situation des Paares, anhand der Befunde und deren Vorgeschichte, genau analysiert und eine Therapie festgelegt. Es gibt dabei bestimmte Anhaltspunkte (Indikationen), die den Arzt ggf. dazu veranlassen, eine diagnostische Hysteroskopie anzuraten, z.B.:

  • unregelmäßiger Aufbau des Endometriums (Gebärmutterschleimhaut)
  • wiederholtes Ausbleiben einer Einnistung des transferierten Embryos
  • Fehlgeburten
  • unbekannte Ursache/Ursachen der Unfruchtbarkeit
  • vorangegangene Operationen am Uterus,
    z.B. Überprüfung nach Sectionarben-Korrektur

Für eine operative Hysteroskopie gelten sogenannte intrauterine Pathologien wie Polypen, Myome, Synechien als Indikation.

„Alles unter einem Dach“

Die Vorteile der Hysteroskopie im IVF-Zentrum liegen in der direkten Visualisierung und Behandlung von möglichen Pathologien. Zudem ist die Hysteroskopie mit einem relativ geringen technischen Aufwand verbunden und birgt ein geringes Infektionsrisiko. Es besteht also die Möglichkeit, eine Kinderwunschbehandlung mit den Chancen, welche die Hysteroskopie bietet, zu ergänzen und damit quasi „alles unter einem Dach“ anzubieten: Beratung/Aufklärung, Diagnostik und Behandlung. Voraussetzung dafür ist ein erfahrenes und gut ausgebildetes Team. Für ein optimales Ergebnis sollte immer auch ein Austausch mit anderen Kliniken / medizinischen Einrichtungen stattfinden, damit mögliche weiterführende Therapien gewährleistet sind.

Gute Schwangerschaftsraten nach Hysteroskopie

Wie bereits einleitend erwähnt, können wir in unserem IVF-Zentrum bislang auf mehrere hundert erfolgreich durchgeführte Hysteroskopien zurückblicken. Wir sehen, dass wir damit gute Schwangerschaftsraten erzielen. Auch wenn therapeutisch noch nicht alles, was mittels Hysteroskopie festgestellt wird, behandelt werden kann, hat die Abklärung einen wichtigen Stellenwert in der Reproduktionsmedizin.

Wir stellen fest, dass im Ultraschall erkannte Auffälligkeiten, ein unregelmäßiger Aufbau des Endometriums (Gebärmutterschleimhaut) sowie wiederholtes Ausbleiben einer Einnistung des transferierten Embryos zu den häufigsten Indikationen zählen, welche zur Anwendung einer Hysteroskopie führen.

Wir sehen auch, dass eine Kombination aus Ultraschall und Hysteroskopie sehr gute Ergebnisse bringt. Der Grund dafür liegt darin, dass bestimmte Pathologien, die man im Ultraschall nicht oder nur schwer erkennen kann, durch eine Hysteroskopie festgestellt werden können. Umgekehrt ist das übrigens genauso möglich. Wir arbeiten in unserem IVF-Zentrum in Bregenz (AT) sehr eng mit dem Institut für Pathologie in Ravensburg (DE) zusammen. Wenn wir eine Diagnose (bei Polyp o.ä.) benötigen, schicken wir die Probe ein und bekommen zeitnah das Ergebnis.

Zusammenfassend bietet die Hysteroskopie im Rahmen der Kinderwunschbehandlung im IVF-Zentrum eine genau abgestimmte Diagnose- und Behandlungsmöglichkeit und erlaubt einen optimalen Ablauf ohne Verzögerungen, was für betroffene Paare ein wichtiger Faktor ist. Unser Ziel ist es schließlich, die Chancen auf eine intakte Schwangerschaft, die zur Geburt eines gesunden Kindes führt, individuell zu verbessern.


Links:
» Mögliche Ursachen für den unerfüllten Kinderwunsch bei Frauen

(Seite | http://www.kinderwunsch-blog.com)

» FAQ zur Leistung und Qualität des IVF-Zentrums

(Beitrag | http://www.kinderwunsch-blog.com)

» Erfolgsrate – Worauf Kinderwunschpaare achten sollten

(Themen-Serie | http://www.kinderwunsch-blog.com)

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(Startseite | http://www.kinderwunsch-blog.com)