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Mögliche Ursachen für den unerfüllten Kinderwunsch bei Frauen

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endometriose

Grafische Darstellung Endometriose |
Fotos: Shutterstock
Endometriose

Bei der Endometriose findet sich Gewebe, welches der Schleimhaut (Endometrium) entspricht oder auch abstammt, außerhalb der Gebärmutter. Endometriose kann sehr schmerzhaft sein (häufig dem Zyklus der Frau entsprechende Schmerzintervalle, Regelblutungsschmerzen, bis hin zu Migräne, falls sich Endometrioseherde im Bereich des Kopfes widerfinden). Eine Endometriose kann wuchern und verursacht je nach Lokalisation eine Sub-Fertilität, d.h.: die Frau ist nicht unfruchtbar per se, aber es ist schwieriger, schwanger zu werden.

Was sind die Gründe für eine Subfertilität bei Endometriose?

Wenn sich eine Endometriose etwa auf dem Eierstock befindet, kann das eine Störung der Reifung und der Qualität der Eizellen bewirken und bis hin zum Verlust von Eibläschen (Follikel) führen. Man kann sich das vorstellen wie eine Hautentzündung (Dermatitis): hier ist die Haut oft spröde, leicht verletzlich, das Areal der Entzündung ist nicht klar abgrenzbar. Ähnlich wie bei einer Endometriose am Ovar. Dadurch, dass sie nicht klar abgrenzbar ist und häufig in den Eierstock einwächst, kann diese in seltenen Fällen operativ gut entfernt werden, ohne dass zusätzliches Eierstockgewebe mit darin enthaltenen Eibläschen zerstört werden.
Eine Endometriose an den Eileitern kann dazu führen, dass der Transport der befruchteten Eizellen in die Gebärmutter nicht funktioniert.
Eine spezielle Form der Endometriose ist die Adenomyose. Dabei handelt es sich um gutartige Wucherungen des Endometriums innerhalb der Gebärmuttermuskulatur, welche das Wachstum der Schleimhaut negativ beeinflussen können.

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Grafische Darstellung PCOS | Foto: Shutterstock
PCO-Syndrom

Im Zyklus einer gesunden Frau sind in einem Eierstock etwa 4-7 Follikelbläschen (2 Eierstöcke = 8-14 Follikelbläschen) im Kampf um die Dominanz. Aus einem Pool an unreifen Follikelbläschen wächst ein dominanter, reifer Follikel heran, welcher die reife Eizelle beherbergt. Wenn nun mehr als diese 8-14 unreifen Eizellen vorhanden sind (betrifft eine nicht unbeträchtliche Anzahl an Frauen), kämpfen viele um die Dominanz und behindern sich in deren Entwicklung. Folglich können kaum reife Follikel heranwachsen.
Dies wird als PCO-Syndrom (Polyzystisches Ovar) bezeichnet.

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Grafische Darstellung Eileiterverschluss | Foto: Shutterstock
Eileiterverschluss

Mittels kleiner Härchen (Fimbrien) befördern die Eileiter (Tuben) die Eizellen nach dem Eisprung in Richtung Gebärmutter. Dabei erfolgt die Befruchtung mit der Samenzelle. Messungen zeigen, dass die Spermien auf ihrem Weg hinauf zur Eizelle, zusätzlich zu ihrer eigenen “Schwimmkraft”, durch Kontraktionen der Gebärmutter unterstützt werden.
Wenn jetzt ein Eileiter verschlossen, oder offen aber „verletzt“ (d. h. die Härchen sind beschädigt) ist, können weder die Eizelle noch die Samenzellen ihren Weg fortsetzen.

Was sind Gründe für einen Eileiterverschluss?

Entzündungen (etwa eine aufsteigende Chlamydien-Infektion, oder auch eine Infektion in der Umgebung der Eileiter) können dazu führen, dass die Eileiter „verkleben“ und daher ihre Funktionalität einbüßen. Aber auch eine Endometriose, wie oben beschrieben, kann die Eileiter beeinträchtigen.

Gelbkörperschwäche

Wenn ein reifer Follikel (Eibläschen) springt und die Eizelle freisetzt (Eisprung), wandeln sich Zellen dieser Follikel in den sogenannten Gelbkörper um und produzieren das Hormon Progesteron. Dieses Hormon ist essentiell für die Entwicklung des Embryos in den ersten Wochen. Durch diverse Faktoren kann solch ein Gelbkörper schwächeln, z.B. aufgrund des Alters oder eines ungesunden Lebenswandels (Rauchen). Wie auch ein Körper „schwächeln kann“: der eine hat schwache Augen, der andere ein schwaches Herz – der eine bekommt es früher, der andere überhaupt nicht, usw.

Gebärmutter: Fehlbildungen, Myome, Polypen

Zur Erklärung ein Vergleich: Fehlbildungen der Gebärmutter, gutartige Wucherungen der Gebärmuttermuskulatur (Myome) oder gutartige Wucherungen in der Schleimhaut (Polypen) sind vergleichbar mit dem Ackerland eines Bauern:

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Grafische Darstellung Karzinom Endometrium |
Foto: Shutterstock

Wenn der Boden, auf dem sich das Saatgut (=Embryo) entwickeln sollte, eine schlechte Hanglage (=Fehlbildungen) hat, mit Steinen (=Myome) oder Gestrüpp (=Polypen) durchsetzt ist, kann sich das Saatgut schlecht bis gar nicht entfalten.

Folgen einer Karzinombehandlung

Bösartige Wucherungen können dazu führen, dass eine Therapie mit Medikamenten (Chemotherapie) oder eine Strahlentherapie durchgeführt werden muss. Das Problem: diese Medikamente, diese Strahlen schädigen die Eizellen. Wenn der Eierstock oder die Gebärmutter selbst vom Krebs befallen sind, folgen meist operative Eingriffe. Dies mindert in der Regel die Fähigkeit zur Fortpflanzung beträchtlich und kann bis hin zur andauernden Unfruchtbarkeit führen.


Links:
» Therapie-Optionen bei Endometriose, PCO-Syndrom, Eileiterverschluss, Gelbkörperschwäche, Gebärmutter-Fehlbildungen, Myome, Polypen, Folgen einer Karzinombehandlung

(Beitrag | http://www.kinderwunsch-blog.com)

» Hashimoto-Thyreoiditis

(Beitrag | http://www.kinderwunsch-blog.com)

» “CAUTION Chlamydia crossing!”

(Beitrag | http://www.kinderwunsch-blog.com)

» Risiken und Nebenwirkungen lauern im Alltag

(Beitrag | http://www.kinderwunsch-blog.com)

» “Pregnant on a Plastic Planet?”

(Beitrag | http://www.kinderwunsch-blog.com)

» Mögliche Ursachen für den unerfüllten Kinderwunsch bei Männern

(Seite | http://www.kinderwunsch-blog.com)

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