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Ultraschalluntersuchung

Teil 3 der Serie »Ablauf einer Kinderwunschbehandlung«

von | Ausgestellt am 6. Oktober 2014, in Behandlung.
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Beitragsbild

Dr. Maximilian Murtinger

Mit dem Thema Ultraschalluntersuchung verbindet man meist die Situation einer Schwangerschaft und die glücklichen Eltern, die ihren Freunden und Verwandten Abzüge der ersten Ultraschallbilder ihres Babys zeigen. Aber auch im Vorfeld einer Schwangerschaft spielt die Ultraschall-
diagnostik eine wichtige Rolle – besonders in der Kinderwunsch-Medizin.

Die Ultraschalluntersuchung wird bei einer Kinderwunschbehandlung sowohl in der gynäkologischen Analyse im Erstgespräch, als auch während der hormonellen Stimulation durchgeführt. Das Ziel der Ultraschalluntersuchung bei der Stimulation ist es, die Anzahl der heranwachsenden Follikel (Eibläschen) zu überprüfen (Vorbeugung Überstimulation) und deren Größe exakt zu bestimmen, damit der Eisprung zum möglichst optimalen Zeitpunkt ausgelöst werden kann (Details zum sogenannten Follikel-Monitoring erfahren Sie im oben angeführten YouTube Beitrag).

Ultraschall-Kontrolle während der Follikel-Stimulation
Die vaginale Ultraschall-Kontrolle wird meist mit dem 6. – 8. Tag der Stimulation begonnen – entweder beim jeweiligen Gynäkologen oder direkt im IVF-Zentrum.
Der Ultraschalltermin beim Gynäkologen sollte möglichst am Vormittag stattfinden. Der Grund dafür liegt in der Organisation der weiteren Vorgehensweise. Damit der behandelnde Arzt im IVF-Zentrum die weiterführende Medikation entsprechend den individuellen Ultraschallergebnissen festlegen kann, sollte der Gynäkologe die Daten rechtzeitig übermitteln. Denn wichtig ist, die Präparate im vorgeschriebenen Rhythmus zu spritzen, damit der Hormonspiegel nicht absinkt.
Im Informationspaket, welches bei jedem erstellten Therapieplan mitgeschickt wird, befindet sich auch ein Schreiben an den behandelnden Gynäkologen. Darin ist u.a. aufgelistet, welche Daten an das jeweilige IVF-Zentrum zu übermitteln sind.

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Beim Ultraschalltermin sollte folgendes untersucht werden:
  • Anzahl der wachsenden Follikel
  • Größe aller wachsenden Follikel (in mm)
  • Aufbau des Endometriums (Gebärmutterschleimhaut in mm)
  • Sonstige Auffälligkeiten im Bereich des Beckens


In der Regel werden bis zu drei Ultraschalluntersuchungen, im Abstand von zwei bis drei Tagen, durchgeführt. Sobald die Follikel eine entsprechende Größe erreicht haben, kann der Eisprung mit einem humanem Choriongonadotropin – hCG (meist „Predalon“, „Pregnyl“, „Chroriomon“ etc.) ausgelöst werden. Die Follikel-Punktion (Eizellentnahme) erfolgt 36 Stunden später.
Den gesamten Behandlungsablauf, zusammengefasst in 10 Schritten, lesen Sie hier.

Ultraschallverfahren gestern und heute
Ende der 1940er Jahre hielt das Ultraschallverfahren Einzug in verschiedene medizinische Fachrichtungen – so auch in die Gynäkologie. Mit der ersten sonografischen Darstellung eines ungeborenen Kindes setzte der Brite Ian Donald 1958 den Grundstein zur pränatalen Diagnostik.
Heute werden z.B. in der Reproduktionsmedizin modernste Verfahren, wie dem 3D-Ultraschall, eingesetzt – so auch in den IVF Zentren Prof. Zech, die dazu aktuell zwei Publikationen im renommierten Springer-Verlag – Science+Business Media (=internationaler Wissenschafts-Verlag für Bücher, Zeitschriften und Online-Medien) präsentieren:

Buch
„Ultrasound Imaging in Reproductive Medicine“
Springer Science+Business Media, New York 2014


Zusammengefasst kann festgehalten werden, dass das Ultraschallverfahren sowohl vor als auch während einer Schwangerschaft eine überaus wichtige Diagnosemöglichkeit darstellt. Das Beherrschen dieser Technologie sowie die medizinische Fachkompetenz sind entscheidend, damit der Kinderwunsch in Erfüllung gehen kann.


→ lesen Sie dazu auch »Höhere Befruchtungsraten durch 3D-Ultraschall«

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